Das Beste für Sie: 100% Mineralisch

Folgende Kriterien und Zusammenhänge sollten bei der Wahl Ihres optimalen Wandsystems berücksichtigt werden:

1.) Der Wohlfühlfaktor Oberflächentemperatur
Sie wollen wissen was sich angenehm anfühlt? Dann greifen Sie hin! Leitet ein Stoff Ihre eigene Körperwärme rasch ab, fühlt er sich kalt an. Tut er das nicht, dann werden Sie ihn als angenehm empfinden. Testen Sie verschiedene Stoffe in einem gleich temperierten Raum und legen Sie Ihre Hand drauf. Sie werden die Unterschiede bemerken- und nicht glauben!

2.) Das System
Generell gilt es zu entscheiden, ob man einen organischen Vollwärmeschutz verwenden möchte oder nicht. Mit einem Vollwärmeschutz kann man sozusagen die Dämmung von den anderen Kriterien entkoppeln, wodurch extreme U-Werte erreicht werden können und die Konstruktion kann in ihrer Gesamtstärke auf ein Minimum optimiert werden. Bei U-Werten unter 0,15 empfiehlt es sich sowieso keinen rein mineralischen,monolithischen Wandaufbau mehr anzustreben.

3.) Wärmedämmung
Diese Eigenschaft ist mittlerweile zum Hauptentscheidungskriterium geworden. Sie sollte also tunlichst der Wärmedämmung überlassen werden. Bei monolithischen Systemen- also einer Außenwand nach herkömmlicher Art, ohne Wärmedämmung ist aber bei U-Werten um die 0,15 Schluss mit sinnvoll- zumal es noch einige andere Kriterien zu berücksichtigen gilt. Gerade bei diesem Thema scheiden sich heute die Geister, denn statisch betrachtet kann ein Haus nur Energie verlieren - DYNAMISCH betrachtet kann Masse Energie aufnehmen und diese - bevor das Haus Energie wieder verliert -  zuerst wieder abgeben. Es bedeutet, dass die Masse und ihre gespeicherte Energie den Wärmeverlust verzögert. Immer?- nein, aber immer öfter...

4.) Schallschutz
Bei allen massiven Wandaufbauten gilt: je schwerer (in kg/m² Wandfläche untereinander vergleichbar) – desto besser. Je schwerer bedeutet aber weniger Wärme dämmend – daher steigt die Notwendigkeit einer zusätzlichen Dämmung. Wir empfehlen ein Flächengewicht von mindestens 210 kg/m²- vor allem in Kombination mit biegesteifen Wärmedämmungen. Speziell für den Innenbereich gibt es aber gerade aus Leichtbeton viele hervorragende Produkte- für Ihre interne Lebensqualität.

5.) Speichermasse
Warum ist ein Kachelofen so schwer- weil er zum Speichern Masse braucht. Masse wird in kg als Einheit gemessen. Also auch hier: je mehr kg desto besser! Leichtbeton hat eine Beonderheit. Er hat mit wenig Speichermasse eine große Speicherkapazität. Die Beschaffenheit der Blähtonkörnung sorgt dafür. Viel Lift in kleinen Kammern ...

6.) Festigkeit
Eine ausreichende Festigkeit [N/mm²] ist ja wohl die Urvoraussetzung für einen Hausbau und ist nach wie vor das Hauptkriterium für Gestaltung und Einsatzzweck eines Wand bildenden Produktes. Eines gilt auch hier: je schwerer desto fester. Mit der Standfestigkeit im Erdbebenfall steht die Festigkeit in starkem Zusammenhang. Leichtbeton bietet hier mehr als alle anderen: Er ist elastischer als alle anderen.

7.) Diffusion
Wir können das richtige Produkt für den jeweiligen Wandtypen anbieten. Wenn notwendig etwas dichter (bei Kombination mit dichten Dämmungen), wenn gewünscht etwas offener. Dadurch kann mit dem Ziel optimiert werden, schimmelfreie Konstruktionen anbieten zu können. Mü Werte (Maß für die Diffusionsoffenheit) von 5 (vergleichbar mit allen organischen Dämmungen) bis 60 (vergleichbar mit EPS und Normalbeton) sind möglich, müssen aber richtig kombiniert werden.

8.) Dichtheit
Unsere Wandsysteme sind hervorragend für die Herstellung luftdichter Wandaufbauten geeignet- ohne viel Aufwand, ohne Folien, ohne Kunststoff. Jahrelange Erfahrung und saubere Verarbeitung garantieren, dass der Vogelhauseffekt nicht zum Zug kommt.

9.) Brandschutz
Das Hauptmerkmal von massiven Wandbildnern: Sie brennen einfach nicht- im Gegenteil- Sie sind bereits für Sie durchs Feuer gegangen, ja mit Hilfe des Feuers entstanden. Das kommt Ihnen punkto Sicherheit gerade bei der Kombination mit brennbaren Wandkomponenten zu gute.

10.) Beständigkeit
Es ist ja nicht nur das Element Feuer welches zerstörerisch wirken kann- es ist vor allem auch das Wasser in allen Aggregatszuständen und die wechselnden thermischen Beanspruchungen, welche gefährlich zerstörerisch sein können. Gerade massive Baustoffe gehen nicht kaputt wenn einmal eine Rohrleitung undicht ist oder durch unvorhersehbare Umstände Kondensat auftritt. Deswegen versagt die Wand nicht. Dass massive, feste Baustoffe es Eindringlingen aller Art und Größe nicht leicht machen sei auch erwähnt.

11.) Ökologie, Qualitätssicherung
CE-Zeichen, Gütesiegel, Normgerechtigkeit, Herstellererklärung, IBO-Zertifikat und Kontrolle, Einsatz von alternativen Brennstoffen bei der Herstellung, die Einsatzmöglichkeit von alternativen Dämmungen und vollständige Recyclingfähigkeit zeichnen unsere Produkte aus und sollen Ihnen die nötige Sicherheit geben. Bitte verlangen Sie das auch von allen anderen. Wir stellen uns der Verantwortung.

12.) Dauerhaftigkeit
Es gibt Häuser, die über 400 Jahre alt sind, ganz in der Nähe. Die Frage ist nur, was muss getan werden, um diese zu erhalten? Gut ausgeführte, massive Wände sind nahezu wartungsfrei, sie müssen nicht in regelmäßigen Abständen gestrichen werden. Sie verrotten, morschen, rosten, nicht, werden nicht weich, werden nicht angenagt. Etwas vergessen?

13.) Bearbeitbarkeit
Wann kommt es der Bewohner eines Hauses mit der Wand zu tun- richtig- wenn er einen Nagel einschlagen will. Bei unseren Wänden ist das wirklich möglich- und er hält auch noch. Außerdem ist es einfach, schnell und genau möglich Ausnehmungen für Leitungen, Steckdosen und sonstige Einbauten herzustellen- auf Lebenszeit. Die genaue Bearbeitbarkeit bedeutet weniger Materialverlust, weniger Materialverbrauch und weniger Zeitaufwand für den Verschluss.